WildHopp: Ale geht auch nordisch

Eigentlich wollte ich auf meinem Blog ja keine einzelnen Produkte aus Hamburg und Umgebung vorstellen. Zu konsumlastig und so. Blablabla. Es gibt aber nun mal leider richtig geile Sachen aus Hamburg, die durchaus Aufmerksamkeit verdienen. Und nö, ich bekomme mein Geschwärme nicht bezahlt. Das mache ich ausschließlich kostenlos und eigenkopfsinnig, wenn mir bei etwas so richtig schön das Herz aufgeht. Und das ist neulich passiert, als ich endlich mal ein WildHopp getrunken habe. Also das nordische Ale, das als Kooperation der beiden lokalen Craftbeer-Brauereien Wildwuchs und Hopper Bräu entstanden ist.

Das Ale hat eine recht interessante Geschichte: Fiete, seines Zeichens Braumeister und Wildwuchs-Kopf, wollte schon länger ein Bier mit frischem Hopfen brauen (normalerweise kommt das Zeug ja nur getrocknet in den Tank). Gedacht, getan. Und zwar in Finkenwerder, wo Fiete seinen Hopfen ein Jahr lang hätschelte und tätschelte. Trotz widriger Wetterumstände gedeihte der Hopfen ob all der Bierliebe dort recht prächtig. Und zwar derart prächtig, dass Fiete ein wenig Unterstützung gebrauchen konnte, denn frischer Hopfen muss verdammt zügig verarbeitet werden. Also holte er die Jungs von Hopper Bräu mit ins Boot. Ich weiß ja nicht, wie es in anderen Städten ist, aber hier in Hamburg unterstützt sich die Craftbeer-Szene halt gegenseitig. Also wurde vergangenes Jahr am 26. September der Hopfen geerntet und nach einem Hardcore-Dolden-Zupf-Marathon direkt weiterverarbeitet. Genau zwei Monate später war in der Brauerei von Hopper Bräu dann Fassanstich.

Mein geliebter Elbläufer und ich konnten da leider nicht hin, sind seitdem aber echt heiß auf dieses WildHopp. Umso glücklicher waren wir, als wir das nordische Ale neulich im Craftbeer-Shop unseres Vertrauens im Regal stehen gesehen haben. Drei Flaschen wurden von uns dann auch direkt adoptiert und mit nach Hause genommen. Wir wollten abends eh Steak essen – da passt ein schönes lokales Bier einfach perfekt.

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Was soll ich sagen? Frisch, frischer, WildHopp. Das Ale hat eine schöne helle Farbe. Die erste Nase ist wunderbar frisch und fruchtig. Und der erste Schluck … ein echter Frischegenuss. Durch den direkt verarbeiteten Hopfen ist der Geschmack sehr leicht und fein, aber die Hopfennote kommt trotzdem sehr gut durch – wenn auch nicht mit dem üblichen Craftbeer-Wumms. Ich habe mich noch vorm Schlucken so richtig nachhaltig in dieses Bier verliebt.

Okay, das hatte ich vorher eigentlich schon, weil ich es einfach toll finde, mit wieviel Liebe und Herzblut aber auch Kreativität und Mut die Jungs an dieses Projekt herangegangen sind. Eine besondere Geschichte halt, die perfekt zu dem besonderen Geschmack dieses Ales passt. Und was sagt uns das jetzt? Dass meine Craftbier-Liebe noch ein gehöriges Stück gewachsen ist. Bleibt mir nur zu hoffen, dass Wildwuchs und Hopper Bräu auch in diesem Jahr in Finkenwerder ernten werden. Wir brauchen unbedingt Nachschub. So ungefähr bis zum Ende unseres Lebens. Macht das doch bitte mal, Jungs.

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5 Kommentare Gib deinen ab

  1. Anne sagt:

    Das muss ich unbedingt probieren!

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    1. Elbgängerin sagt:

      Megalecker. Kriegste derzeit im Craftbeer Shop in der Lagerstraße. 😊

      Gefällt 1 Person

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