Vorankündigung: René Scheer sprayt ein neues Stencil fürs Altonaer Museum

Der alte Fischer geht, ein neuer Fischer kommt. Und zwar wenn am morgigen Samstag in Hamburg wieder die „Lange Nacht der Museen“ stattfindet. Denn dann übertüncht René Scheer ab 17 Uhr sein altes Fischer-Stencil an der Nordfassade des Altonaer Museums und sprüht ein neues auf die Plakatwand.

Erinnert ihr euch noch an meinen Vernissage-Bericht über die Stencils von René Scheer? Ich war vor ein paar Wochen ja hin und weg von den Werken des Künstlers. Via Instagram und Facebook bin ich mit René locker in Kontakt geblieben. Zu meiner großen Freude konnte ich so erfahren, dass man ihm morgen direkt dabei zuschauen kann, wie er ein Stencil live gestaltet. Das Besondere an der Aktion: An der Plakatwand, die René für seine Arbeit nutzen wird, ist bereits ein Stencil von ihm zu sehen, nämlich der erste Fischer, den der Künstler im März 2016 für das Museum gestaltet hat.

Aber wie kommt man auf die Idee, ein Stencil auf eine Plakatwand an ein Museum zu sprayen? „Ich kannte eine Mitarbeiterin und fragte nach der stiefmütterlich beachteten Plakatwand. Dann kam meine Idee mit dem Motiv. Dann kam das OK aus dem Direktorium – und los ging es. Museen sind spannende Organismen, zwischen dem Bewahren von Geschichten sowie dem Wunsch nach Wissensvermittlung im Spagat zu Eventmanagement und Besucherzahlen. Es ist spannend, was sich da tut und was für verschiedene Sichtweisen aufeinanderprallen“, erläutert René Scheer die Entstehung seines ersten Fischers.

Das erste Motiv stammt von einem unbekannten Fotografen, dessen Bild zu der Zeit gerade in einer Ausstellung zu sehen war. Und das hat René dann daraus gemacht:

Und morgen wird der alte Fischer dem neuen Fischer weichen, wie René erklärt: „Durch den sehr netten Kontakt zum Museum kam die Idee zur ‚Langen Nacht der Museen’ die Wand neu zu gestalten. Weil ich es liebe, Fäden zu ziehen, von früher nach heute, kam mir die Idee, nach dem ersten Fischer, die Vorlage stammt von 1910, nun einen aktiven Fischer zu porträtieren. Mit dem großartigen Fotografen Philipp Reiss fand ich einen wunderbaren Partner und ich konnte ein Foto seiner Fotoserie über den Elbfischer Buckow neu interpretieren.“

Das hört sich jetzt alles sehr einfach an, aber tatsächlich plant René Scheer die Aktion bereits seit drei Monaten, wobei die vergangenen zwei Wochen für ihn die intensivsten waren, denn seitdem schneidet er die Schablonen für sein Stencil – in den vergangenen sechs Tagen hat er sogar nichts anderes gemacht.

Und weil René nicht nur ein toller Künstler, sondern auch ein toller Mensch ist, hat er mir ein paar Fotos von diesem Prozess zur Verfügung gestellt. Hier seht ihr ihn in Aktion:

© René Scheer
© René Scheer
© René Scheer
© René Scheer

Ihr könnt es auf den Bildern erahnen: die einzelnen Schablonen sind sehr aufwendig, weil sie sehr detailliert sind. Richtig spannend wird es dann morgen, wenn René mit ihnen Lage für Lage ein neues Bild kreiert. Wenn ihr wissen möchtet, was man alles beim Sprayen beachten muss und wie so ein Stencil dann letztlich an die Wand kommt, dann braucht ihr nicht meinen Bericht dazu abwarten, den es hier natürlich geben wird, sondern ihr könnt auch live dabei sein! Die Aktion findet am morgigen Samstag ab 17 Uhr an der Nordwand des Altonaer Museums (Braunschweiger Straße/Ecke Winterstraße) statt. Kommt vorbei!

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