Stamp Festival: Hoch lebe die Straßenkunst!

Straßenkünstler gehören inzwischen in jedes noch so kleine Stadtbild. Dass es aber noch mehr als Gitarrenklänge gibt, zeigt das ebenso bunte wie vielfältig-trubelige Stamp Festival, das dieses Wochenende wieder Altona rockt.

Zugegeben, dieses Jahr ist das Stamp Festival etwas kleiner. Die Paraden sind nicht ganz so gewaltig; es wurden keine bekannten Graffiti-Künstler eingeladen, um ganze Wände zu gestalten; die Fressbuden drängen sich (gefühlt) nicht dicht an dicht und ab und zu kann es sogar vorkommen, dass man für eine Minute so gar keine Musik – aus welcher Richtung auch immer – hört. Aber das macht alles nichts. Stamp kann sich auch im kleineren Rahmen sehen lassen. Denn die, auf die es ankommt, sind da: Straßenkünstler aus der ganzen Welt.

Erstmals hat in diesem Jahr auch die Stamp Konferenz stattgefunden, die sich gestern mit der Frage beschäftigte, wie Kunst und Theater im öffentlichen Raum zu unserer Zeit passen. Dafür waren aus ganz Europa Festivalleiter angereist, die mit interessierten Bürgern diskutierten. Ursprünglich wollte ich mir die Konferenz mal anschauen, bin dann aber doch nicht hin, weil ich auf der Straße nichts verpassen wollte. Kunst zu konsumieren erschien mir irgendwie sinnvoller, als nur über sie zu sprechen.

Die Vielfalt der Straßenkunst an einem Wochenende

Auch in diesem Jahr sind Künstler unterschiedlichster Sparten aus der ganzen Welt zu Besuch bei Stamp. Ob nun Akrobatik, Clownerie, Situationsimpro, Straßentheater, Komik, Zirkus – für jeden (Klein)Kunstgeschmack ist etwas dabei. Kleinere lokale Gruppen, die eher hobbymäßig unterwegs sind, treten neben absoluten Profis auf. Genau das macht für mich den Reiz von Stamp aus: hier bekommt jeder eine Bühne, Applaus und Aufmerksamkeit. Ein wirklich schönes Konzept.

Falls euch das jetzt neugierig macht: das Festival läuft auch heute noch. Fahrt einfach nach Altona und folgt am Bahnhof den unterschiedlichen Klängen. Ein kleiner Tipp: um 13 Uhr zieht die Stamp-Parade vom Bruno-Tesch-Platz bis zum Platz der Republik. Wer auf Fantasiefiguren, Stelzenmenschen und bunte Verkleidungen steht, dem wird da das Herz aufgehen. Wenn ihr nicht aus Hamburg kommt oder keine Zeit habt, habe ich hier jetzt noch ein kleines Trostpflaster für euch. Ich habe nämlich ein paar Fotos gemacht. Viel Spaß damit!

Compagnie with Balls: Atharina tanzte sich rollend durch die Fußgängerzone © Elbgängerin
Die Feuerfeen waren mit ihrer Tuchakrobatik dabei © Elbgängerin
Dieses Jahr gab es leider nur einen Graffiti-Workshop © Elbgängerin
Die Marokkaner Nabil & Amine sorgten für akrobatische Atemanhaltmomente © Elbgängerin

 

Chronos: Till und Jonas bauen jonglierend eine Zeitmaschine © Elbgängerin
Blaas of Glory rocken Stamp © Elbgängerin
Schunkeln zu „Highway to hell“: Blaas of Glory © Elbgängerin
Magische Stelzenwesen © Elbgängerin
Die weiße Parade verzauberte kleine wie große Besucher gleichermaßen © Elbgängerin
Bezaubernde Wesen bevölkern die Fußgängerzone © Elbgängerin
Klein aber extrem fein: die weiße Parade © Elbgängerin
Die weiße Parade © Elbgängerin
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