Winetastic 4: Österreichischer Weinabend im Oxhoft

Vergangenen Samstag gaben sich vier österreichische Winzer in der Weinhandlung Oxhoft in Ottensen die Ehre.

 

Wenn es um österreichische Weine geht, kommt eigentlich eher mein geliebter Elbläufer ins Schwärmen. Vergangenen Samstag bin dann aber auch ich zum Fangirl mutiert. Denn da fand im Oxhoft sowie im dazugehörigen Lokal Il Garage ein ganz spezieller Weinabend mit dem Titel „Winetastic 4“ statt. Christian und Philipp hatten nämlich vier österreichische Winzer in ihre Weinhandlung eingeladen, damit sie jeweils vier ihrer Weine direkt vorstellen konnten.

Von wegen steifer Abend!

Nun sind solche Weinveranstaltungen ja meistens etwas steif. Man sitzt so rum und lauscht mehr oder minder gespannt, wie andere Menschen mächtig viel Kluges über die jeweiligen Weine erzählen. In Ottensen ticken die Weinuhren aber zum Glück etwas anders. Hier sah das Konzept so aus: zuerst traf man sich im Lokal Il Garage zu einem kleinen Begrüßungssekt (ich habe übrigens noch nie einen derart tollen Rosé getrunken! *schwärm*), die Winzer verkrümelten sich dann in die Weinhandlung, wo man quer durch die Bank und nach Lust und Laune deren edle Tropfen probieren konnte.

Wer Hunger hatte, der ging wieder zurück in die Garage und labte sich an dem göttlichen Buffet, das Christian für alle gekocht hatte. Und mal ehrlich, sollte Christian mal keinen Bock mehr auf den Weinverkauf haben (was unwahrscheinlich ist – ich habe selten einen Menschen mit einer derart großen Weinleidenschaft getroffen), dann könnte er auch Koch werden. Seine Ochsenbäckchen waren butterzart, der Fisch auf den Punkt, das Weinsauerkraut einfach nur göttlich.

Nachhaltigkeit aus Österreich

Aber kommen wir endlich mal zu dem, was am Samstag im Mittelpunkt stand: dem Wein. Mein Elbläufer und ich haben uns fleißig durch das Sortiment der Winzer Johann Donabaum, Erich Machherndl, Ernst Triebaumer und Markus Fischel (Weingut Ceel) probiert. Es würde zu weit führen, hier jeden Wein ausführlich zu beschreiben. Deswegen konzentriere ich mich mal auf unsere persönlichen Highlights.

Besonders beeindruckend fand ich etwa generell das Weingut Ernst Triebaumer, der voll und ganz auf ökologische Nachhaltigkeit setzt – und dabei auch noch verdammt geile Weine produziert. Bevor ich seine beiden Blaufränkisch-Varianten getrunken habe, konnte ich mit dieser Rebsorte nur bedingt etwas anfangen. Er hat mich davon überzeugt, dass diese Traube echt cool und vor allem lecker ist. Richtig geflasht hatte mich zuvor aber sein fetter und doch eleganter Chardonnay. Bäm! Geschmacksexplosion!

Wie ich mich in die Weine von Erich Machherndl verknallte

Meine Favoriten des Abends kamen aber ganz eindeutig von Erich Machherndl, der mit seinen Weinen eine ganz einfache Philosophie verfolgt: sie müssen ihm schmecken. Man kann es schließlich nicht jedem Recht machen – und das will er auch gar nicht. Außerdem sagte er direkt am Anfang, dass seine Weine eh polarisieren würden. Man liebt sie oder man mag sie so gar nicht. Dazwischen gäbe es keine Reaktionen. Recht hatte er, der Erich. Wobei ich seine Weine liebe. Sein Grüner Veltliner war zart und säurearm, aber trotzdem würzig und lang im Abgang. Seine beiden mit Maische vergorenen Weine waren einfach nur schräg und im Mund eine wahnsinnige Herausforderung. Aber halt auch leider geil.

Und dann erst sein Riesling Smaragd aus dem Jahr 2011. Bäm! Wie geil! Dieser Wein hat mich voll überrascht, denn er roch so ungewöhnlich alt und träge. Aber als der erste Tropfen meine Zunge berührte, kam es zu einer unglaublich frischen und feinen und edlen und ausgewogenen Geschmacksexplosion. Dieser Wein hat mir echt extremst viel Freude gemacht! Und ja, die Weine haben derart viel Schwärmerei verdient! Der Begrüßungssekt, der mich anfangs flashte, stammte übrigens auch von Erich Machherndl. Hatte mich dann auch nicht mehr verwundert. 😉

Oxhoft, wir kommen wieder!

Kurzum: wir hatten einen herrlichen Abend! Immer mal wieder kam man nicht nur mit den Winzern und Philipp und Christian von Oxhoft ins Plaudern. Denn durch die ganze Pendelei von Laden zu Lokal und zurück konnte man auch herrlich entspannt mit den anderen Gästen quatschen und lachen. So geht Weinprobe! Ich freue mich bereits jetzt schon auf die nächste Veranstaltung. Wir kommen wieder!

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