Lange Nacht der Museen 2018

Am 21. April findet in Hamburg wieder die „Lange Nacht der Museen“ statt. 59 Museen locken mit 872 Veranstaltungen. Das diesjährige Motto lautet „Forsch dich durch die Nacht“.

 

Lange Zeit war die „Lange Nacht der Museen“ hier in Hamburg ja nichts für mich. Zu voll, zuviel Programm. Wenn ich zuviele Möglichkeiten habe, kann ich mich halt nur schwer entscheiden, was ich alles sehen und erleben möchte – und verweigere mich dann gerne mal komplett. Im vergangenen Jahr hat sich meine Einstellung allerdings geändert. Denn da habe ich ja René Scheer dabei begleitet, wie er am Altonaer Museum ein neues Fischer-Stencil gesprayt hat.

Damals hat mich vor allem die entspannte Atmosphäre begeistert. Immer mal wieder kamen neugierige Menschen angeschlendert, die sich informierten, eine Weile guckten und dann weiterzogen. Genau das möchte ich dieses Jahr auch machen.

Entspannt durch die Nacht

Zugegeben, 59 Museen und über 870 Veranstaltungen sind schon ne echt hohe Haunummer. Ich war ja wieder kurz davor, mich akribisch durchs Programm zu arbeiten und mir Notizen zu machen, damit ich bloß nichts verpasse. Stop! So eine Museumsnacht soll nicht Arbeit ausarten, sondern einfach nur Spaß machen.

Deswegen habe ich mal ganz bewusst die Finger vom Programm gelassen. Versteht mich nicht falsch! Das Motto „Forsch dich durch die Nacht“ ist meiner Meinung nach schon extremst spannend. Zumal man sich in vielen Einrichtungen wohl auch hinter den Kulissen schlau „forschen“ kann. Wie etwa im Museum für Hamburgische Geschichte, wo Gemälde geröntgt werden. Und das neue Digitalisierungsprojekt der Hamburger Kunsthalle interessiert mich auch enorm. Aber das sind nun mal alles Veranstaltungen, die sehr, sehr gut besucht sein werden.

„Lange Nacht der Museen“: Volles Programm

Hinzu kommen dann noch die ganzen Mitmach-Aktionen, die Vorträge, Konzerte, Theateraufführungen und Kuratoren-Führungen. Allesamt bestimmt voll spannend und sehr wertvoll. Und dann erleichtert einem der Shuttle-Service ja noch, von einem Museum zum nächsten zu kommen. Seeehr praktisch!

Und trotzdem werde ich das tolle Motto und all die schönen Veranstaltungen einfach mal ignorieren. Mein Ziel: einfach mal in Museen gehen, die schon lange mein Interesse geweckt haben, die bis dato aber irgendwie von mir ignoriert wurden. Statt in den Deichtorhallen oder eben in der Kunsthalle (beide Einrichtungen besuche ich ab und an auch so) wird man mich also eher im Altonaer Museum und im Kaffeemuseum finden. Außerdem überlege ich, noch einen kleinen Streifzug durchs Komponistenquartier zu unternehmen. Brahms, Telemann und Carl Philipp Emanuel Bach und so. Halt Häuser, in die man sonst eher nicht so geht, weil sie während der Lebenszeit in Hamburg einfach zu selbstverständlich geworden sind.

Bloß nicht stressen lassen!

Und hey, wenn ich spontan über das ein oder andere Konzert oder eine Veranstaltung stolpern sollte, werde ich mich gewiss nicht verweigern. Aber ich renne solchen Sachen eben auch nicht bewusst hinterher. Natürlich interessieren mich noch wesentlich mehr Museen. Ich würde auch gerne mal ins Polizeimuseum oder ins Hafenmuseum oder ins Zollmuseum oder ins Auswanderermuseum. Aber die Zeit von 18 Uhr abends bis 2 Uhr nachts ist halt auch endlich. Und ich will mich nicht stressen. Ich bin mir sicher, dass auch mir auch so schon genug für die 17 Euro, die das Ticket für die „Lange Nacht der Museen“ kostet, geboten wird.

Wie sieht es denn mit euch aus? Geht ihr auch zur „Langen Nacht der Museen“? Und wenn ja: plant ihr vorher, was ihr sehen wollt? Oder lasst ihr euch einfach treiben?

Titelbild: © Museumsdienst Hamburg/Mario Sturm

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