Kurz besucht: Brewpub Malto in Altona

Vor ein paar Wochen hat in der Max-Brauer-Allee die Bierbar Malto eröffnet, in der vier Kumpels aus Italien und Spanien jetzt ihr eigenes Craftbier ausschenken.

Als ich erfahren habe, dass es bei mir um die Ecke jetzt ein Brewpub gibt, war meine Freude riesengroß. Zu einem guten Craftbier sage ich schließlich nicht nein. Vor allem nicht, wenn ich es direkt vom Erzeuger bekommen und auch noch vor Ort genießen kann. Also habe ich mir neulich meinen geliebten Elbläufer geschnappt und bin mit ihm ins Malto gepilgert. Denn so heißt die Bierbar von Francesco, Antonio, Mattie und Pedro, die dort deren selbst gebrautes Craftbier Birrifico Shanghait ausschenken – ein Name, der mich sofort an wilde Freibeuter denken ließ.

Aber der Name ist passend, denn die Biere sind schließlich alles andere als gewöhnlich. Und man braucht auch schon wilde Entschlossenheit, wenn man aus einem Hobby seinen Beruf macht. Komplette Neulinge sind die vier Jungs übrigens nicht. Sie brauen immerhin schon seit 2014 in Eppendorf. Mit dem Malto haben sie sich jetzt aber professionalisiert. Ihr Ziel: direkt im Keller brauen. Und natürlich: die beliebteste Kleinbrauerei in Hamburg zu werden. Und für Hamburg. Denn egal, wie erfolgreich die Biere von Birrificio Shanghait auch werden sollten, es wird sie ausschließlich in der Hansestadt geben. Bier soll schließlich so frisch wie möglich genossen werden, sagen die vier Malto-Inhaber.

Hereinspaziert ins Malto! © Elbgängerin

Von Craftbieren und Inneneinrichtungen

Genug der Vorrede. Kommen wir endlich zum Wesentlichen. Dem Malto. Wer auf Holz und schwedisches Design steht, dem dürfte direkt beim Betreten des Pubs das Herz aufgehen. Da die Theke frisch gezimmert ist, wird es da auch in den nächsten Wochen nach Holz riechen. Passt ganz gut zu den puristisch drapierten Tischen. Ich stehe leider weder auf Holzgeruch noch auf kühles Understatement in Sachen Inneneinrichtung. Ganz wohl habe ich mich im Schankraum also leider nicht gefühlt. Es gab noch einen kleinen Nebenraum mit gemütlichen Sesseln und einem Sofa, aber leider war dieser Raum ob fehlender Beleuchtung ein dunkles Loch. Da haben wir uns dann doch lieber in den Schankraum gesetzt und drauf gewartet, dass im kleinen Biergarten hinten was frei wird. In der Zwischenzeit gab es Indoor das erste Bierchen.

Im Malto bekommt man nicht nur die verschiedenen Craftbiere von Birrificio Shanghait, sondern auch frisch Gezapftes von anderen Brauereien. Eine tolle Geste, die noch mehr Trinkvielfalt ermöglicht. Wir haben uns aber an die Eigenkreationen gehalten und unter anderem das Session IPA und das Panna Cotta probiert. Das Session IPA war leider etwas dünn und hatte kaum Körper, aber das Panna Cotta war eine fruchtig-voluminöse Wucht im Glas. Einziger Wehrmutstropfen: es hätte ruhig etwas kühler sein dürfen. Knapp unter Zimmertemperatur ist mir dann doch zu warm für ein Bier.

Birrificio Shanghait © Elbgängerin

Gewöhnungsbedürftiger Biergarten

Nach den ersten Schlucken wurden im Biergarten zwei Plätze frei. Umzug! Hach, ich hätte ja nicht gedacht, dass es direkt hinter der doch stark befahrenen Max-Brauer-Allee derart beschaulich sein kann! Es ist grün, man hat Bäume – und hört sogar die Vögel zwitschern. Herrlich! Jetzt müssen die Jungs den Biergarten nur noch gemütlich machen. 😉 Klar, wer als Gastronom anfängt, muss aufs Geld achten. Aber hey, leere Aschenbecher, kein rumliegender Baumüll und saubere Stühle und Tische kann man ganz umsonst haben. 😉 Aber vielleicht bekommt man im Malto da ja noch einen Blick für. Potenzial ist jedenfalls da. Und die Biere sind ja auch lecker. Wobei mich das Grisette jetzt nicht sooo überzeugen konnte, was aber nicht schlimm war. Grisettes sind ja meistens etwas dünne. Also alles gut.

Der Schankraum im Malta © Elbgängerin

Noch eine Chance fürs Malto

Essen kann man im Malto übrigens auch. Tapas und Focaccia und so. Sah auch echt lecker aus, was da so an die Nebentische gebracht wurde. Wir heben uns den Speisentest fürs nächste Mal auf. Dieses Mal wollten wir nur Bier trinken. Und eigentlich ein wenig Jazz hören. Denn dienstags gibt’s im Malto immer Live-Musik. Nun ist der Schankraum aber so klein und der Verstärker der Combo derart leistungsstark, dass wir dann doch lieber nach Hause gegangen sind.

Unser erster Besuch im Malto war also etwas durchwachsen. Es gibt da ganz eindeutig die ein oder andere Baustelle, an der die Jungs dringend arbeiten sollten. Aber mit ihrer Herzlichkeit machen sie auch einiges wieder wett. Wir werden auf jeden Fall in ein paar Wochen noch einmal vorbeischauen und gucken, ob es inzwischen etwas gemütlicher im Malto geworden ist. Und falls ihr mal hin wollt, hier findet ihr das Brewpub: *klick*

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